eLAW 2017

01.12.2017, an der SRH Hochschule Heidelberg

Die Digitalisierung der Hochschullehre ist ein zentrales Zukunftsthema. Blogs, Podcasts, Lehrvideos, ePortfolios und eExams, MOOCs sowie moderne Lernmanagementsysteme (LMS) prägen zunehmend den Lehralltag. Allerdings stellt die Vielzahl der neuen Lehrformate die Lehrenden vor neue Herausforderungen: Wie können traditionelle und digitale Lehrmedien zu einem didaktisch sinnvollen Methodenmix vereint und die jeweiligen Stärken dieser Instrumente zur Optimierung des individuellen Lernerfolgs, aber auch des Lernerlebnisses und der eigenen Kompetenzentwicklung eingesetzt werden? Wie können zukunftsfähige, flexibel anpassbare und erweiterbare Lehrszenarien ressourcenschonend implementiert werden? Längst zeigen sich die Schwächen umfassender Lehr-/Lernplattformen, welche alle nur denkbaren Lehrinstrumente selbst proprietär bereitzustellen versuchen und daher kaum in der Lage sind, den unterschiedlichsten Entwicklungen und Zukunftstrends zu folgen. Umgekehrt verhindert die eklektische Auswahl unterschiedlichster Anbieter die Entwicklung übergreifender curricularer Lernpfade und den gewinnbringenden Einsatz von Learning Analytics. Notwendig ist deshalb die Schaffung neuer „Virtual Learning Spaces", also moderner Lehr-Lern-Welten, bei welchen das optimale Lehr-Lern-Erlebnis, nicht deren technische Umsetzung im Vordergrund stehen. Stichworte hierbei sind nicht nur ein einfacher Single Sign On und ein intuitiv bedienbares, einheitliche Corporate Identity-Konzepten entsprechendes Design, sondern auch gemeinsame Standards zur Klassifizierung und Verknüpfung einzelner Lernbausteine, zur Implementierung adaptiver Lehr-Lern-Pfade sowie zur Bereitstellung der notwendigen Daten für übergreifende Learning-Analytics.